Machen!!

Warum gemeinsames Erschaffen so glücklich macht.

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Machen!!

Wann warst du das letzte Mal kreativ?

Checkin-Frage

Grüße vom Schreibtisch

Eigentlich ein Skandal. Die diesjährige Buchmesse ist ganz ganz frisch vorbei, so frisch, dass sie auf jeden Fall einen prominenten Platz in diesem Newsletter erhalten müsste – ich höre sie schon mit den Blättern rascheln, den Buchrücken schaben, den Titeln tönen – aber hier wird sie heute keine Rolle spielen. No way. Dabei hat sie bestimmt viele gute Bücher und neue Schriftsteller:innen in Szene gesetzt. Mein persönlicher Held ist ohnehin gerade Markus Orths mit seinem großartig verrückten Buch „Die Enthusiasten“, in dem es so wild und literaturbesessen zur Sache geht, dass ich für andere Bücher verdorben bin.

Vielleicht betreibe ich trotzdem Buchmessen-Nachlese, wenn der Rummel vorüber ist.

Aber gerade ist mir nicht nach Tiefgang oder Höhenflügen von prominenten Bühnen.

Ich mag es stiller. Direkter.

Seit ich mich in den letzten Wochen ein wenig zurückgezogen habe, bin ich unempfänglich für den Genuss der großen Literatur-Gewächse und lasse einen Grand Cru gerne mal auf dem blauen Sofa verhungern. Ich brauche Ruhe für mich selbst und meine Ideen. Letzten Samstag konnte ich eine davon umsetzen – gemeinsam mit zwei wunderbaren Künstlerinnen.

Fotografien, Lyrik, Prosa, Lieder und Zeichnungen; eins inspirierte das andere und ergab gemeinsam eine Geschichte, die jede der Zuschauer:innen auf ihre eigene Art mit nachhause nahm.

Das Schöne daran? Der Prozess, die Vorbereitung. Die kleinen Sessions im Vorfeld, in denen wir uns gegenseitig vorlasen, vorsangen, uns Fotos zeigten und mit Gedichten abstimmten. Die Gespräche, der Austausch von uns dreien über unsere Arbeit, unsere Freude daran. Die Berührungspunkte, das gemeinsame Zuhören und Tun.

Und dann das Event. Fotos kämpften um einen Platz auf dem Bildschirm, Gedichte flossen in zwei Sprachen zueinander, Lieder und Zeichnungen erzählten eine Geschichte, die hell und klar bis in die letzten Reihen drang. Danke an dieser Stelle der Moderatorin, die alles wunderbar umrahmte und zusammenflocht!

Später dann die Begegnung mit den Besucher:innen, die so da waren, so offen und neugierig und uns wissen ließen, was in ihnen vorging, die redeten, sich austauschten, auch über ihre eigene Kunst.

Warum schreibe ich das so ausführlich?

Nabelschau? Eigenlob?

Nein, viel banaler. Weil ich mal wieder festgestellt habe, wie glücklichmachend und kreativ gemeinsames (Er)schaffen ist. Nicht nur zu wissen, dass Kreativität Türen zu uns selbst und anderen gleichermaßen öffnet, sondern es zu erfahren, zu spüren.

Jetzt aber endlich zu Dir! Triffst du dich auch hin und wieder zu kleinen Sessions? Probierst druckfrei und lustvoll Ideen aus und teilst das mit anderen? Lässt dich von anderen Künsten inspirieren? Gehst du hin und wieder ins Museum, um Bilder in Worte zu verwandeln? Besuchst du Konzerte, um Musik auch auf dem Papier eine Stimme zu verleihen?

Oder brauchst du vielleicht eine Schreibinspiration für eine glühende Rede, die dein Leben verändern könnte? Dann schreib einen Text mit dem Titel: Die Session.

Wenn deine Kreativität ein Tier wäre, dann welches? 😊

Reflexionsfrage

 

Hab ein kreatives Wochenende! 😎

Sonja

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